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Behandlung und Dosierung nach Wasserwechsel mit Salz



"Behandlung mit Salz"

Zur Behandlung der in der Fischschleimhaut auftretenden Parasiten und Bakterien kann die Salzmethode eingesetzt werden. Sie wird meistens in Verbindung mit der Temperaturbehandlung angewendet. Die Verbindung von Salz und Krankheiten ist ein sehr altes und bekanntes Thema in der Aquaristik. Jedoch kann man Salz nicht bei allen Fischarten einsetzen. Deshalb möchte ich hier speziell auf die einzelnen Beschreibungen der Fischkrankheiten in der Fachliteratur hinweisen um Falschbehandlungen auszuschließen.

Salz wird in aller Regel in Form von Speisesalz verwendet.
Es ist umstritten ob der Aquarianer auf NaCl in reiner Form oder in Verbindung mit Jod zurückgreifen sollte. Man macht aber keinen Fehler wenn man reines, also jodfreies Salz verwendet. Wichtig ist das das Salz fluoridfrei ist. Dieses Fluorid kann sich schädlich auf unsere Pfleglinge auswirken. Wie ist mir leider nicht bekannt.

Was bewirkt Salz ?

Salz im Aquariumwasser bewirkt eine Anregung der Schleimhautproduktion bei den Fischen. Somit wird die Angriffsfläche der Bakterien und Parasiten auf der Fischhaut minimiert. Weiterhin werden die bereits anhaftenden Parasiten durch die erhöhte Schleimhautproduktion abgestoßen und müssen nach durchlaufen einiger Entwicklungsstadien einen neuen Wirt (Fisch) finden. Dies ist nun durch die relativ dicke bzw. starke Schleimhaut erschwert.

Meist wird die Salzbehandlung in Verbindung mit der Wärmebehandlung durchgeführt. Die Wärmebehandlung (künstliches Fieber) bewirkt hier das sich die Bakterien und Parasiten nicht vermehren können.

So nun zu den einzelnen Krankheiten in denen Salz als mögliches „Medikament“ im Anfangsstadium zum Einsatz kommen kann.

1. Ichthyophthirius multifillis (Weißpünktchen, Grießkörnchenkrankheit)
2. Costia sp.
3. Oodinium sp.
4. sowie die meisten anderen Hautparasiten und – trüber, sowie Pilzbefall

Zur Behandlung sollte man folgendes beachten. Nicht alle Fischarten sind für diese Methode geeignet und können teilweise durch das Salz extrem geschwächt werden. Hierzu sollte man die genauen Artbeschreibungen beachten.

Kommt eine Salzbehandlung in Frage, so sollten folgende Richtwerte nicht überschritten werden. Eine Unterschreitung ist ebenfalls nicht ratsam. Hierzu ein Beispiel der Menschheit, die auf die Fische bezogen werden kann. Bei Kopfschmerzen nimmt man ja auch nicht eine halbe Tablette. Man nimmt einen so genannten „Hammer“, also die maximale Dosis, damit das Übel verschwindet. Somit sollte die obere Grenze der Behandlungsmöglichkeit gewählt werden. Weiterhin haben Beobachtungen bestätigt das einzelne Bakterienstämme, sich bei einer Unterdosierung, anpassen und im gewissen Sinne resistent wird.

1-1,5 Esslöffel Salz je 100 Liter Aquraiumwasser
bei jedem Wasserwechsel

1 Esslöffel Salz je Liter Aquariumwasser
für ein Kurzbad (max. 15 Minuten) in einem separaten Becken

Dies sind allgemeine Richtwerte und sollten nur als Empfehlung gelten. Weiterhin solltet Ihr zur Behandlungsdauer in den einzelnen Fischkrankheiten nachlesen, denn diese können zwischen 10 Tagen und 30 Tagen schwanken.

Das Salz ist vor der Zugabe bei einem Teilwasserwechsel in der angegebenen Dosierung in Neuwasser aufzulösen und gut im Becken zu verteilen. Dabei sollte bei der Erstdosierung darauf geachtet werden, dass das Salz für das bereits enthaltende Wasser dazugerechnet werden muss. Als grobes Beispiel gilt hier eine Salzzugabe bei 100Liter Wasserwechsel von 1-1,5 Esslöffel Salz. Bei notwendigem erforderlichem weiterem Teilwasserwechsel muss dementsprechend nach dosiert werden.





Wenn es bei den aufgeführten Behandlungsmethoden zu prblemen oder Ausfällen der Tiere kommt, übernehmen wir keine Gewähr !